Wann Anwalt einschalten | Gericht | Anwaltszwang

Wann Anwalt einschalten? - Dann brauchen Sie einen Anwalt

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel wurde vor 2019 verfasst und bildet den damals gültigen Rechtsstand ab.

Wann sollte man einen Rechtsanwalt einschalten? - In dieser Frage sind viele Ratsuchende unsicher, oft genug vor allem deshalb, weil sie die Kosten für eine anwaltliche Beratung oder Vertretung scheuen. "Kosten entstehen in der Tat", so Rechtsanwalt Yves Girardot von Rechtsanwälte Girardot Lörtzing Zocher Partnerschaftsgesellschaft in Ilmenau. "Allerdings steht ihnen ein erheblicher Nutzen gegenüber, der nicht nur in einer Rechtsauskunft oder rechtlichen Vertretung liegt", gibt Girardot zu Bedenken.

Nicht selten geht ohnehin ohne Anwalt nichts. Teilweise sieht das Gesetz vor, dass sich Kläger und Beklagter, Antragsteller und Antragsgegner von Anwälten vertreten lassen müssen. Besteht hiernach "Anwaltszwang" gilt nur, was der Anwalt vorbringt und unterschrieben hat. Eigene Schriftsätze des Betroffenenwerden vom Gericht nicht berücksichtigt.

Der Anwaltszwang ist allerdings bei weitem nicht der einzige Grund, einen Anwalt aufzusuchen. "Eine rechtliche Auseinandersetzung bietet viele Fallen. Diese ergeben sich vor Gericht vor allem aus den gesetzlichen Vorgaben der Prozessordnungen“, erklärt Rechtsanwalt Girardot. Wichtig ist der so genannte zivilprozessuale Beibringungsgrundsatz. Anders als im Strafprozess (dort gilt der Untersuchungsgrundsatz) kommt nur das auf den Tisch, was die Parteien selbst darlegen und beweisen. Rechtsanwalt Girardot rät: Wer echte "Waffengleichheit" sichern möchte, sollte sich daher insbesondere dann einen Anwalt zur Hilfe nehmen, wenn der Gegner einen Anwalt hat."

Der Gang zum Anwalt bedeutet aber bei Weitem nicht, dass immer gleich prozessiert werden muss. Oftmals liegt es schon aus Gründen der Zeitersparnis im Interesse aller Beteiligten, einen Streitfall ohne Anrufung des Gerichts zu lösen. Etwa 70 Prozent aller zivilrechtlichen Streitigkeiten werden außergerichtlich beendet, wenn auf beiden Seiten Anwälte tätig sind.

Um erfolgreich verhandeln zu können, ist es wichtig, seine Verhandlungsposition genau zu kennen - insbesondere auch im Hinblick auf einen drohenden Rechtsstreit. Hier beurteilt der Anwalt neben der genauen Rechtslage auch die Wirtschaftlichkeit des weiteren Vorgehens, nämlich die Abwägung des Prozessrisikos, die Dauer der Auseinandersetzung und die Vollstreckungsmöglichkeiten. Denn was bringt ein vollstreckbarer Titel, wenn der Gegner über kein Vermögen verfügt?

Genau hier liegt der Kern der Anwaltstätigkeit! Der Ratsuchende sollte sich nicht scheuen, mit dem Anwalt auch über mögliche Kosten, geeignetes Vorgehen und Ziele zu reden. "Der umsichtige Rechtsanwalt wird das ohnehin von sich aus tun", erklärt Rechtsanwalt Yves Girardot.

Übrigens: Gewinnt der Mandant den Prozess, muss der Gegner in der Regel nicht nur die Gerichtskosten, sondern auch die Kosten des gegnerischen Anwalts bezahlen.


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