Bitte beachten Sie: Dieser Artikel wurde vor 2019 verfasst und bildet den damals gültigen Rechtsstand ab.
Rechtsanwalt Yves Girardot von der Rechtsanwälte Girardot Lörtzing Zocher Partnerschaftsgesellschaft in Ilmenau berät und vertritt laufend Angestellte und Arbeitgeber bei Streitigkeiten vor Gericht und außergerichtlich. Er hat vier grundlegende Ratschläge, die er Arbeitnehmern bei Erhalt einer Kündigung gibt, zusammengefasst:
Der Arbeitnehmer ist nicht verpflichtet, den Erhalt der Kündigung zu quittieren. Erst recht sollte er keine Erklärungen unterschreiben, in denen er auf irgendwelche Ansprüche oder Rechte verzichtet.
Kündigungen sind nur wirksam, wenn es sie schriftlich mit eigenhändiger Unterschrift erfolgt und die Kündigung im Original, nicht in Kopie, ausgehändigt wird. Die Unterschrift darf nur leisten, wer zur Vertretung des Unternehmens auch berechtigt ist. Oft ist das nur der Geschäftsführer oder der Prokurist, nicht aber der Abteilungsleiter. Hier müssen im Einzelfall genau die internen Strukturen des Unternehmens geprüft werden.
Nur ein arbeitsrechtlich versierter und erfahrener Rechtsanwalt kann rechtlich prüfen, wie und mit welchen Chancen man sich gegen eine Kündigung zur Wehr setzen kann und welche Ansprüche der Arbeitnehmer noch hat. Für eine Kündigungsschutzklage muss man keinen Rechtsanwalt beauftragen, ohne Anwalt sind die Chancen, erfolgreich gegen die Kündigung vorzugehen, aber weitaus geringer. Zum Anwaltsbesuch sollte der Gekündigte stets den Arbeitsvertrag, das Kündigungsschreiben, eine etwaige Stellungnahme des Betriebsrats, die letzten drei Entgeltabrechnungen und seine Rechtsschutzversicherung, soweit vorhanden, mitnehmen.
Jeder Arbeitnehmer sollte die dreiwöchige Klagefrist kennen. Der Arbeitnehmer hat nur drei Wochen Zeit, gegen eine Kündigung vor dem Arbeitsgericht vorzugehen. Wird die Frist versäumt, gilt die Kündigung in den meisten Fällen als wirksam, selbst wenn sie unberechtigt war. Wer nach Urlaub oder Krankenhausaufenthalt eine Kündigung im Briefkasten hat, sollte sofort einen Anwalt aufsuchen und die Kündigung prüfen lassen, da er nicht sicher sein kann, wann die Kündigung in den Briefkasten eingeworfen wurde. Denn schon ab diesem Zeitpunkt läuft meist die dreiwöchige Klagefrist.
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